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Aktuelles

Mitgliederversammlung und Jahrestreffen

Auf unserem Jahrestreffen, das heißt vor der Ordentlichen Mitgliederversammlung, auf der unter anderem ein neuer Vorstand gewählt worden war, stellte Dr. Christian Spiering, Zeuthen, das abenteuerliche Leben des italienischen Wissenschaftlers Mr. Neutrino: Bruno Pontecorvo in Dubna vor. Als der Physiker 1950 unter bis heute nicht geklärten Umständen aus England hinter den Eisernen Vorhang verschwand, hoffte man in Moskau auf Verstärkung für das sowjetische Atombombenprogramm. Pontecorvos Ruhm sollte sich dann aber nicht auf Kernreaktoren oder auf die Suche nach Uranlagerstätten gründen, sondern auf ein Teilchen, wie es kaum weiter von irgendeiner praktischen Anwendung entfernt sein konnte: das Neutrino. Drei Nobelpreise hätte Pontecorvo für grundlegende Ideen auf dem Gebiet der Neutrinophysik verdient, bekommen hat er tragischer Weise keinen einzigen. Der Vortrag soll Pontecorvos Biographie und die Beschreibung seiner großartigen Persönlichkeit mit der Geschichte des Neutrinos und entsprechenden Schlüsselexperimenten - darunter auch solchen in der Sowjetunion bzw. in Russland - verbinden. Die Experimente zeigen auch, wie mehr als ein halbes Jahrhundert hinweg russische, amerikanische, deutsche und viele andere Wissenschaftler beispielsweise im Baikalsee, in Wüsten oder in der Antarktis zusammenarbeiten. Mehr Informationen zu Bruno Pontecorvo finden Sie bei Wikipedia.

Dr. Christian Spiering wurde “für seine herausragenden Beiträge zur Physik kosmischer Strahlen, insbesondere zu dem aufstrebenden Feld der Neutrinoastronomie” mit der prestigeträchtigen O’Ceallaigh-Medaille des Dublin Institute for Advanced Studies geehrt. Der Preis wird alle zwei Jahre verliehen. Spiering ist der erste deutsche Preisträger, der sich in diese Reihe international anerkannter Wissenschaftler einreiht.
   
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